Home Inspirieren lassen Alles über Saint-Tropez
Saint-Tropez, die Inspiration
Guy de Maupassant bezeichnete sie Ende des 19. Jahrhunderts als „Tochter des Meeres“. Ihre Reise durch das Mittelmeer und ihre Ankunft in den Gewässern des Golfs von Saint-Tropez an Bord ihres legendären Schiffes „Bel Ami“ im April 1888 wird uns anhand ihrer Reisetagebücher in ihrem Buch „Sur l’eau“ erzählt.
Colette entdeckte das Mittelmeer im Alter von 34 Jahren und verliebte sich dank ihres dritten Ehemanns, Maurice Goudeket, der ihr das noch relativ unbekannte Dorf zeigte, in Saint-Tropez. Sie war begeistert und beschloss 1925, dort eine Residenz zu kaufen und taufte das kleine Haus „La Treille Muscate“, wo sie sich so oft wie möglich aufhielt, um ihrem Leben in Paris zu entfliehen. Sie schrieb dort zahlreiche Essays oder Romane wie La Naissance du Jour, Bella Vista, Prisons et paradis, Journal à rebours… und traf dort unter anderem Joseph Kessel, der 1935 nach seiner Rückkehr aus Spanien seine Koffer in Saint-Tropez abstellte.
Un dîner chez Sénéquier. Autour de Colette, Jean Cocteau, Maurice Goudeket, Joseph Kessel, Jean Marais et Serge Lifar.
In seinem Gefolge entdecken zahlreiche Schriftsteller, Dramatiker und Leute aus dem Showgeschäft das provenzalische Dorf. Sehr schnell machte ganz Montparnasse am Hafen Figuren. Dies führte 1939 dazu, dass sie das Dorf verließ, da es in den Augen von Colette seinen Charme und seine Ruhe verloren hatte.
In den 1950er Jahren war Saint-Tropez der Nabel der Welt.
Berühmte Künstler und Intellektuelle entdeckten das Dorf, das zur Wiege der Nouvelle Vague wurde, mit dem Hotel de la Ponche als Hauptquartier, einer Art sommerlicher Außenstelle von Saint-Germain des Prés, elektrisiert von diesem Strom der Modernität, der die französische Gesellschaft, die Musik, das Kino und die Literatur aufweckte.
Paul Eluard, Boris Vian, Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre… trafen sich hier fröhlich.

Françoise Sagan, damals ein literarisches Wunderkind und die Anführerin der Pariser Partyszene, verlegte die Party nach Saint-Tropez, wo sie am Steuer eines alten Jaguar-Cabriolets landete. Im Hotel La Ponche, in dem sie wohnte und das sie wie eine Familienpension betrachtete, verehrten alle Françoise, deren Bandmotto „Sonne, Geschwindigkeit, Party und Humor“ lautete.
Sie schrieb dort ihren Roman „Au revoir et Merci“ und behielt von ihren Sommern in Tropez ein einzigartiges und nie wiederkehrendes Gefühl, eine Mischung aus schlaflosen Nächten, Rausch und der Freiheit, die sie mit ihren Freunden teilte.
Denjenigen, die sie fragten, wie sie Saint-Tropez liebte, antwortete sie: „Saint-Tropez, eine Stadt am Meer mit unzerstörbarer Schönheit. Eine Kommunion zwischen der menschlichen Seele und der Landschaft“.