Vortrag – „Les Conversations Engagées“ von Agnès mit Claire-Marie Le Guay

Am 19/09/2026

Claire-Marie Le Guay: „In der Kunst kommt es auf die Begegnung an.“ Claire-Marie Le Guay führt ein Doppelleben. Das Heilige, das Profane.
Ihr Privatleben ist ihr Leben als Frau, Mutter, Tochter, Schwester und Pariserin, die mit ihren drei Kindern (zwei Jungen und ein Mädchen im Alter von 24, 21 und 15 Jahren!) durch die Museen streift, in ihrem Viertel spazieren geht, dem „Neuen Athen“, wo sie ihren geliebten Geistern begegnet: Chopin, Liszt, Berlioz, Nadia Boulanger und ihren Lebenden wie dem Komponisten Pascal Dusapin, und sich darüber freut, in einem Viertel mit hoher kultureller Dichte zu leben, sei es aus der Vergangenheit oder der Gegenwart… Ihr heiligstes Leben ist ihr Leben als Pianistin, ihre fünfzig Konzerte pro Jahr, ihre Festivals, ihre Momente der Abwesenheit – „ein Künstler ist immer abwesend, auch wenn er anwesend ist“ –, ihre Momente der Erhebung und Transzendenz, wenn sie denjenigen wiederfindet, der seit 48 Jahren ihr Leben teilt: ihr Klavier.

Eine innige Beziehung, die bereits im Alter von 4 Jahren begann, sich mit 10 Jahren durch drei Stunden Klavierunterricht täglich intensivierte und sich mit 14 Jahren durch einen vielbeachteten Eintritt am Pariser Konservatorium festigte, worauf mit 15 Jahren der Beginn ihres Berufslebens folgte! Berufsleben, Künstlerleben, ein von Erfolg gekröntes, fast schon heiliges Leben: Sie gewann zahlreiche Wettbewerbe und mehrere „Victoires de la musique“, arbeitete mit den Größten zusammen, darunter dem großartigen Dirigenten Daniel Barenboim, aber auch mit dem, den sie den „Mann der Musik“ nennt – dem genialen Thierry Escaich.

Auch wenn die Musik wie ein Ruf in ihr Leben trat, war das Schreiben schon immer da, lauerte im Verborgenen, und erst die Begegnung mit einem Verleger führte zur Entstehung ihres ersten Buches „La vie est plus belle en musique“ (Flammarion), dann eines zweiten (bei einem anderen Verlag) „C’est la nuit qu’il est beau de croire à la lumière“ (Albin Michel) und schließlich ein drittes: „Que la joie demeure“, das aus ihrer Begegnung mit Erik Orsenna während einer Gedenksendung für Bernard Pivot im Jahr 2021 hervorging.


Samstag, den 19. September 2026 ab 19.30 Uhr.


Eintritt frei.

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